Wie funktioniert die Lithtech-Batterie für Peak Shaving?
Unter Peak Shaving versteht man in der Energiewirtschaft den Ausgleich von Stromverbrauchsspitzen bei industriellen und gewerblichen Stromverbrauchern. Stromverbrauchsspitzen sind wichtig für die Netzstabilität, wirken sich aber auch auf die Strombeschaffungskosten aus: In vielen Ländern richten sich die Strompreise für Großverbraucher nach deren maximaler Spitzenlast. Der Grund ist einfach: Die Netzlast und die erforderliche Stromproduktion müssen auf die Bewältigung dieser Spitzenlasten ausgelegt sein.
Vergleich zwischen Lastverlagerung und Peak Shaving
Beim Peak Shaving reduziert ein Verbraucher den Stromverbrauch („Lastabwurf“) schnell und für kurze Zeit, um eine Verbrauchsspitze zu vermeiden. Dies ist entweder durch eine vorübergehende Drosselung der Produktion, die Aktivierung einer Stromerzeugungsanlage vor Ort oder den Einsatz einer Batterie möglich.
Im Gegensatz dazu bedeutet Lastverlagerung eine kurzfristige Reduzierung des Stromverbrauchs, gefolgt von einer Produktionssteigerung zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Strompreise oder die Netznachfrage niedriger sind. Zur Überbrückung von Hochpreis- oder Hochlastphasen können eigene Generatoren oder Stromspeicher im Eigenbesitz des Stromverbrauchers eingesetzt werden, spielen aber bei einer späteren Wiederankurbelung der Produktion eine untergeordnete Rolle.
Spitzenlasten und Netznutzungsentgelte
Spitzenlasten sind bei den Netzbetreibern nicht beliebt; Sie müssen das Netz auf der Grundlage der maximal benötigten Strommenge entwerfen. Dennoch kann es in vielen Industriebetrieben durch den Alltagsbetrieb – etwa das Hochfahren oder Erhöhen eines Produktionsprozesses – zu schwankenden Belastungen im Netz kommen. Durch die Überwachung des Stromverbrauchs ist es möglich, die Ursache eines plötzlichen Lastanstiegs zuverlässig zu erkennen. Je nach Netzbetreiber werden diese Spitzen zur Berechnung der Netznutzungsentgelte für bestimmte Stromverbraucher herangezogen. Das folgende Beispiel veranschaulicht, wie diese zusätzlichen Netzentgelte für ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland berechnet werden.
Berechnungsbeispiel
Ein Unternehmen hat das ganze Jahr über eine konstante Last von 4.000 kW ohne Spitzenlasten. Das Unternehmen zahlt einen festen jährlichen Netzentgelt, der pro Kilowatt bemessen wird. In diesem Beispiel sind das 50 € pro kW: 4.000 kW x 50 € = 200.000 € pro Jahr an Netzentgelten. Durch einen Sonderanfertigungsauftrag entsteht eine außergewöhnliche Spitzenlast von zusätzlichen 500 kW, die nur 30 Minuten anhält. Das Netzentgelt erhöht sich sofort, bei einem Jahresverbrauch von 4.500 kW entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von 25.000 €. Dies dient lediglich der Deckung der Netznutzung und beinhaltet nicht die Kosten für den vom Unternehmen genutzten Strom.

